Ginkgo Baum pflanzen, schneiden & pflegen

Ginkgo Baum

Der Ginkgo (Ginko) Baum ist eine beeindruckende Erscheinung. Seine Kraft, seine Blätter, seine Heilwirkung und nicht zuletzt die vielen Mythen, die sich um ihn ranken, machen ihn zu einer begehrten Pflanze. Forschungen deuten darauf hin, dass der Biloba Baum, bzw. dessen Vorfahren, bereits weit vor den Dinosauriern die Erde bevölkerten. Vermutlich gab es in der Kreidezeit riesige Wälder des Ur-Ginkos. Nach der Eiszeit zog der Baum sich auf den asiatischen Kontinent nach China zurück und wuchs lange nur dort. Heute ist sein Vorkommen wieder weltweit anzusiedeln. Bereits Charles Darwin bezeichnete den Biloba Baum als lebendes Fossil. Er ist der älteste Baum der Welt. Im alten China galten seine faszinierend schönen Biloba Blätter als Zahlungsmittel. Das Blatt hat in vielen Kulturen, vor allem im asiatischen Raum, eine mystische Bedeutung.

Ginkgobaum / Bonsai schneiden, pflegen & pflanzen

Ginkgo pflanzen kann praktisch jeder: Es empfiehlt sich, einen Biloba Baum im Frühjahr oder Herbst in den Garten einzupflanzen. Der sonst anspruchslose Baum braucht Zeit, sich an neue Umgebungen zu gewöhnen. Dafür eignen sich die gemäßigten Jahreszeiten. Junge Pflanzen mögen es halbschattig. Je älter der Ginkgo wird, desto sonniger sollte sein Standort sein. Wer den Biloba Baum bereits als Hochstamm kauft, muss nicht mehr ganz so vorsichtig an die Pflanze herangehen. Als Zimmerpflanze eignet sich der Ginkgo am besten als Bonsai, den man gut selbst aus Biloba Samen ziehen kann. Natürlich lässt sich auch der normale Baum vom Samen aufziehen. Es dauert nur eben etwas länger. Samen kaufen kann man sehr gut über das Internet bei fachkundigen Personen.

Ginkgo schneiden heißt, normal auslichten: Gerne öfter einmal Neuaustriebe verringern (von 5-6 Austrieben auf 1-3 zurückschneiden). Die Ginkgo Biloba Plege sollte, was das Schneiden angeht, möglichst regelmäßig erfolgen.

Ginkgo pflegen ist kein Hexenwerk: Der Ginkgo ist weder anfällig gegen Schädlinge noch gegen extremere Witterungen. Fast jeder Boden ist ihm recht. Problemlos kann er im Garten überwintern. Junge Bäume brauchen Frostschutz für die Wurzeln in Form von Reisig oder Schilfmatten. Beim Umtopfen von Kübelpflanzen ist, vor allem bei Bonsais, ein leichter Wurzelschnitt angebracht. Im Kübel gedeihen Ginkgos ebenfalls hervorragend. Kleine Bäumchen mit zarten Stämmchen brauchen die ersten 2 - 3 Jahre besondere Aufmerksamkeit, bis sie wirklich robust sind.

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Wissenswertes über die Ginkgo Blätter, Früchte & Wurzeln

Rund um die Blätter, Früchte – und Wurzeln des Ginkgos gibt es einige interessante Fakten.

Ginkgo Blätter: sind nicht nur schön, sie sind ein wertvoller Indikator für die Gesundheit des Baumes. Ein kräftiges, gesundes Blatt deutet darauf hin, dass der Baum optimal betreut wird und sich an einem guten Standort befindet. Das Blatt hat die größte Symbolkraft. Von Goethe gibt es ein berühmtes Gedicht über die Dualität von Blatt und Baum.

Ginkgo Frucht: ist ein zu blumiger Ausdruck. Die Ginkgo Frucht ist vermutlich jedem im Gedächtnis, der einmal an einer Straße reifer Früchte langgelaufen ist. Diese entwickeln einen sehr intensiven, nicht als angenehm zu bezeichnenden Geruch. Botanisch korrekt handelt es sich nicht um eine Frucht, sondern um Samen bzw. Nüsse, die im Herbst ihr beißendes Buttersäure Aroma entwickeln. Nur die weiblichen Ginkgo Bäume tragen die Früchte und auch erst etwa ab einem Alter von 20 Jahren.

Ginkgo Wurzel: gräbt sich tief in den Boden. Beim Pflanzen des Baumes ist darauf zu achten, Ihnen ausreichend Raum zu geben. Davon abgesehen sind sie anspruchslos. Beim Umpflanzen kann man die Wurzel auch ohne Probleme etwas beschneiden.

Welche Arten von Ginkgo gibt es?

Es gibt nicht den einen Ginkgobaum, es gibt verschiedene Arten. Alle haben ähnliche Biloba Blätter, können aber eben an den feinen Unterschieden einfach klassifiziert werden. Der klassische Ginkgo Biloba ist auch bei uns inzwischen zu Hause. Er wird mehr als 30 Meter hoch und ziert vor allem Straßenränder und Parkanlagen. Daneben gibt es den Zwerg-Ginkgo und den Troll-Ginkgo, die sehr anpassungsfähig sind und auch gut im Garten wachsen. Strauch-Ginkgo ist besonders buschig. Der Mariken-Ginkgo wächst nur ca. 4 cm pro Jahr und ist auffallend anspruchslos. Es ist ein Kugelbaum. Der Kugel Ginkgo ist eine besondere Zierde für jeden Garten. Kugel Ginkgo wächst an allen Standorten problemlos und setzt als Kugelbaum einen ganz besonderen Akzent. Für Steingärten eignet sich diese Sorte mit den dichten Fächerblättern sehr gut. Wesentlich längere und spitzere Blätter hat der Ginkgo Saratoga. Auch er ist eine hervorragende Gartenpflanze. Wie ein Sonnenschirm ist die Baumkrone des Ginkgo Pendula. Der Ginkgo Tremonia braucht wenig Platz, er ist säulenförmig und sein Herbstlaub besonders leuchtend. Ebenso schmal und aufschießend wie eine Säule ist der Ginkgo Fastigiata. Der Ginkgo Variegata hat besonders außergewöhnlich grün-weiß gestreifte Blätter.

Weitere Informationen rund um den Ginkgo Baum

Die Vermehrung eines Ginkgo-Baumes erreicht man am einfachsten über Stecklinge aus frischen Baumtrieben im Frühjahr. Etwas Geduld, ausreichende Pflege und gutes Substrat sind die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Vermehrung. Natürlich kann man auch einfach einen weiteren Ginkgo Baum kaufen. Umpflanzen sollte man den Ginkgo am besten im Herbst. Das Holz des Ginkgo Baumes ist sehr fein und weich. Für Ginkgo-Neulinge ist der Biloba Troll eine hervorragende Wahl. Er benötigt wenig Pflege. Sein Blatt ist rundlich und saftig.

Fazit: Ginkgo ist ein interessanter, schöner Baum mit Heilkraft

Ginkgo hat in all den Jahrtausenden nie seine Faszination verloren. Mythen und Märchen ranken sich um den uralten Kraftbaum und sein Blatt, der Baum, der Heilkraft und Schönheit in sich eint. Einen Baum pflanzen sollte jeder einmal im Leben, warum nicht einen Lebensbaum. Ein Biloba Baum ist ein Gewinn für jedes Zuhause, ob als Bonsai im Zimmer oder als großen Baum im Garten.

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